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Seit Dr. David Stalling 1971 an der Universität in Columbia, Missouri, die gelchromatographische Aufreinigung für die Abtrennung von Pflanzenwirkstoffen entwickelte und zusammen mit ABC Laboratories das erste automatische GPC-Gerät Autoprep 1001™ vorstellte, wird diese Methode in vielen Laboratorien weltweit angewendet. Eine umfangreiche Literatur belegt, dass die Gelpermeationschromatographie, die im wesentlichen nach dem Prinzip

1. Verwerfen der unerwünschten, hochmolekularen Begleitstoffphase
2. Auffangen der Wirkstofffraktion (wie Pestizide, Insektizide, Fungizide etc.)
3. Freispülen der Gelsäule von nachlaufen den, niedermolekularen Analyten

abläuft, nichts von ihrer Attraktivität verloren hat. Sie ist nach wie vor die Multimethode.
Mit dem GPC AccuPrep MPS™ ist durch Verwendung hochpräziser Gerätekomponenten, modernster Elektronik und Software eine Gerätegeneration entstanden, die alle denkbaren Aufgabenstellungen an die gelchromatographische Aufreinigung im Labor übersichtlich und bedienerfreundlich verwirklicht. Einzelheiten sind den technischen Daten auf den Seiten 2 und 3 zu entnehmen.
Das AccuPrep MPS™ enthält bereits alle notwendigen elektronischen und mechanischen Komponenten, um das automatische Verdampfungssystem AccuVap™ oder das PCB-/Dioxinmodul™ mit Reversed-Phase-Trennung inline betreiben zu können. Die jeweils gewünschte Betriebsart wird frei eingestellt, ohne dass Änderungen am Setup des Gerätes nötig werden.

Die Lösemittelpumpe ist für den Einsatz von Niederdrucksäulen nach DFG S19-Methode (Gegendruck etwa 0,35 bar) wie auch für präparative oder analytische Hochdrucksäulen bis 170 bar Gegendruck geeignet. Optional stehen weitere Pumpen mit bis zu 400 bar zur Verfügung, um anderen Anwendungen Rechnung zu tragen. Ein Pumpenkalibrierprogramm sichert, dass die Pumpenflussrate exakt der gewählten Vorgabe, meist 5 ml/min, entspricht. Die Probenaufgabe erfolgt durch eine automatische, hochpräzise Spritze aus verschlossenen Probengläschen in eine kalibrierte Probenschleife. Die Betriebssoftware ermöglicht ein partielles Probenladen, so dass in Fällen, in denen entweder sehr wenig Probenmaterial zur Verfügung steht, oder in denen die erwartete Wirkstoffkonzentration sehr niedrig ist, die gesamte Probenmenge verlustfrei auf die Säule gebracht wird.

Die Erstkalibrierung von Säulen sowie deren regelmäßige Überprüfung lässt sich mit zwei Verfahren durchführen, die einzeln oder in Kombination angewendet werden können: Ein Säulenkalibrierprogramm, das eine dotierte Probe in mehrere Fraktionen aufteilt, die dann im GC untersucht werden, um den Endpunkt der hochmolekularen Begleitstoffphase und den Beginn der Wirkstoffphase zu finden und dem optionalen Einsatz von Detektoren. Das System erlaubt den Einsatz von zwei Detektoren gleichzeitig.

Sicherheitseinrichtungen überwachen die Probenaufbereitungsequenz, um den gefahrlosen, unbeaufsichtigten Betrieb besonders auch über Nacht zu gewährleisten. Dabei verhindern ein Leckwächter und Lösungsmittelsensor das Trockenlaufen der Säule. Die säulenspezifische Überdruckabschaltung bewahrt System und Säule vor Schädigung. Ein Sensor stoppt den Autosampler bei etwaiger Berührung während seiner Bewegungsaktionen und schaltet das Gerät sofort in Standby.

Zwölf unterschiedliche, mit einem Handgriff austauschbare Probentische erleichtern die nachfolgende Weiterverarbeitung, wie z.B. die Probentische mit 12 oder 24 Positionen für Rundkolben NS 29/32, die ohne vorheriges Umfüllen direkt in den Rotationsverdampfer eingesetzt werden. Für die Aufnahme von Probengläsern halbautomatischer Verdampfungssysteme stehen weitere Probentische zur Verfügung. Die Anzahl der Proben bzw. Fraktionen einer Sequenz richtet sich nach der Anzahl der Sammelpositionen der Probentische. Bei der Verwendung von Niederdrucksäulen nach der DFG S19 - Methode beträgt die Laufzeit einer Probe etwa 40 bis 45 Minuten. Ein achtstündiger Arbeitstag ermöglicht somit 10 bis 12 Aufreinigungen; weitere 20 bis 24 Aufreinigungen erfolgen während der darauffolgenden Nachtstunden. Somit reicht ein Probentisch mit 24 Positionen aus, die Kapazität des GPC voll zu nutzen. Um Standzeiten zu vermeiden, startet das System nach der Beschickung der ersten Probe. Weitere Proben können während des Sequenzlaufes nach und nach zugefügt werden, ohne den Ablauf zu unterbrechen.
Kommt während des Probenlaufes eine dringliche Probe hinzu, kann diese in der Betriebssoftware als "vorrangig" markiert werden. Diese Probe wird dann unmittelbar nach Fertigstellung der gerade laufenden Probe abgearbeitet.

Für die Dioxinanalytik und ähnlichen Anwendungen können Mehrfachinjektionen aus einem Probenglas erfolgen; die Eluate werden vorzugsweise in einem oder wahlweise in mehreren Rundkolben gesammelt. Vor der letzten Injektion kann zudem eine definierte Lösemittelmenge dem Probenglas zugeführt werden, um auch noch die letzen Wirkstoffereste auf die Säule zu bringen.
Die Probennadel des automatischen Probengebers/-nehmers kann so gesteuert werden, dass sie knapp unterhalb der sinkenden Oberfläche nachgeführt wird (Sample tracking), um die Aufnahme von Sedimenten möglichst zu vermeiden.
Die Betriebssoftware enthält ein Diagnoseprogramm, mit dem alle Gerätekomponenten auf deren einwandfreie Funktion abgefragt werden können.
Die im GPC Accuprep MPS™ verwendeten Komponenten haben sich im Bereich der Flüssigkeitschromatographie bewährt und zeichnen sich durch lange Standzeiten aus. Alle Gerätekomponenten sind leicht zugänglich und austauschbar. Dieses gilt gleichermaßen für alle von außen zugänglichen flüssigkeitsführenden Leitungen als auch für die mit wenigen Handgriffen erreichbaren Hardwarekomponenten, wie Spritzen-, Ventilantriebe, Ventilköpfe und Schaltplatinen. Elektronik- und Flüssigkeitbereiche sind strikt voneinander getrennt.

Kleine Abmessungen, geringe Gewichte und die Verwendungsmöglichkeit zusätzlicher Module, wie dem AccuVap™-Verdampfungsmodul oder der PrepLinc™ Plattform mit Reversed-Phase-Trennung machen das GPC AccuPrep MPS™ zum flexiblen, leistungsfähigen und zukunftsorientierten Instrument in ihrem Labor.


 


Technische Daten AccuPrep MPS™
Gewicht

29,8 kg

Platzbedarf / Anschlusswert 700x560x380 mm (BxHxT) / 230 V, 50 Hz.
Methoden unbegrenzte Anzahl speicherbar
Modus nur GPC (AccuPrep) oder GPC mit automatischer Verdampfung (AccuPrep + AccuVapTM inline), Reversed-Phasen-Trennung
Dauer für Vor-, Haupt- und Nachlaufzeit unbegrenzt
Probenanzahl bis 72 (120 mit Autosampler Erweiterung)
Fraktionen im „nur GPC“ - Modus bis 72 (120 mit Autosampler Erweiterung)
Probenschleife jede Größe zwischen 0,1 bis 10 mL
Partielles Probenladen ja, wählbar beliebig von 0,1 mL bis Größe der Probenschleife
Variable Eintauchtiefe der Injektionsnadel ja, wählbar
Nachführung Probennadel - Sample tracking ja, wählbar
Mehrfachinjektionen aus einem Probenglas (z.B. Dioxinanalytik) ja, wählbar
Lösemittelzugabe vor der letzten Probenin-
jektion bei Mehrfachinjektionen in das Pro-
benglas
ja, um bei niedriger Nachweisgrenze die Wirkstoffe vollständig auf die Säule zu bringen.
Verschiedene Proben im gleichen Gefäß sammeln ja, wählbar
Verfügbare Probentische für Eluat (Auswahl).
Es stehen viele unterschiedliche Probentische
zur Verfügung z.B. für...
24 Rundkolben NS 29/32, 100 mL
24 Rundkolben NS 29/32, 250 mL
12 Rundkolben NS 29/32, 1.000 ml
12 RapidVap Tubes, 500mL
25 TurboVap Tubes, 200 mL
42 Vials, 38x200 mm, 200 mL
72 Vials, 25x200 mm, 80 mL
GPC-Pumpenflußrate 0,01 - 10,0 mL/min
Pumpenkalibrierprogramm ja, damit wird die Pumpe automatisch exakt auf die gewünschte Flussrate kalibriert
GPC-Pumpendruck ja, damit wird die Pumpe automatisch exakt auf die gewünschte Flussrate kalibriert
Abschaltdruck Maximum säulenspezifisch, frei wählbar
Abschaltdruck Minimum frei wählbar; Leckwächter
Säulen-Bypassventil ja
5-Säulen-Wechselventil optional, bis zu 5 beliebige Säulen können über die Methode angewählt werden
GPC-Säulenkalibrierprogramm ja, beliebig viele Kalibrierprogramme werden in den Methoden angelegt, um die verwendeten präparativen Säulen überprüfen und validieren zu können
Anzahl unterschiedlicher Lösemittel optional, bis zu 5 verschiedene, frei wählbare Lösemittelgemische
Spülung aller gemeinsam benutzten Wege beliebig oft - frei wählbar
Vorrangige Probe die als "vorrangig" gekennzeichnete Probe wird innerhalb der Sequenz als nächste mögliche Probe abgearbeitet
Probenaddition zu der Sequenztafel, wäh-
rend die Sequenz bereits abgearbeitet wird
ja, bis die maximale Anzahl der möglichen Proben erreicht ist. Nach Eingabe der ersten Probe in die Sequenztafel kann somit die Sequenz gestartet werden. Laufzeitersparnis, keine Wartezeiten durch die Einbringung der Proben in den Probetisch und/oder in die Software/Sequenztabelle.
Unterschiedliche Methoden innerhalb einer
Sequenz
ja, jeder Probe kann eine unterschiedliche Probenaufgabemenge zugeordnet werden
Unterschiedliche Probenaufgabe-
mengen innerhalb einer Sequenz
zwei unterschiedliche zur freien Auswahl: Graphisch und/oder tabellenförmig
Sequenztafeln zwei unterschiedliche zur freien Auswahl: Graphisch und/oder tabellenförmig
Sequenzausdrucke und Methodenausdrucke es sind beliebig viele Säulenbezeichnungen möglich, die den einzelnen
Säulendaten speicherbar Methoden zugeordnet werden können. In einer Probensequenz können die Substrate mit bis zu 5 Säulen variabel aufgereinigt werden (Option).
einstellbar
Injektionsspritzen-Füllrate einstellbar
Injektionsspritzen-Entleerrate ja, Standard 10 mL, optional 2,5 mL, 5 mL oder 25 mL
Unterschiedliche Injektionsspritzengrößen ja, in der Software integriert zur Überprüfung aller elektrischen und
Diagnoseprogamm mechanischen Komponenten
Unplausible Eingaben werden in der Softwareeingabe nicht angenommen. Hinweis auf plausible Eingaben erfolgt.
Warn-und Fehlermeldung erfolgt automatisch
Probenpause ja, kann angewählt werden. Weiter mit Fortsetzen oder Abbruch.
Offizielle Methoden Probenvorbereitung zur Pestizidanalytik

DFG S 19
nach §35 LMBG
L-00.00-34: “Modulare Multimethode zur Bestimmung von Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmittel” (Erweiterte Neufassung der DFG-Methode S 19)

EN 12393
EN 1528


AOAC Methode No. 984.21
USEPA SW-846 Methode 3640A


Module und Zubehör für AccuPrep MPS™
Inline Verdampfung mit AccuVap ja, für alle GPC AccuPrep-Systemen nachrüstbar
Integriertes Dioxin-/PCB-Modul ja, für alle GPC AccuPrep-Geräte nachrüstbar, einschließlich Reversed-Phasen-Trennung
Lösemittelsensor ja, optional
Intelligente UPS ja, optional
Detektor zur Datenauswertung ja, bis zu 2 Detektoren mit Autostartfunktion
Auswertesoftware für Detektor ja, optional
Säulenheizung ja, optional mit Autostartfunktion
präparative Säulen Expresssäule mit 50% Einsparung an Retentionszeit und Lösemittel, Trennkapazität 0,5 g Matrix in 2,5 ml
Envirosep-ABC™ High Pressure (12 bar) GPC-CleanUp-Säule, Trennkapazität 0,5 g Matrix in 5 ml; Elutionsmittelwechsel möglich.

 


Schlüsselwörter:

Pestizidrückstände Clean-up Festphasen-Extraktion (SPE) n-Hexan Extraktionsmittel (solid phase extraction – SPE) GPC-Säule 0,45 μm-Teflon-Spritzenvorsatzfilter BioRad BioBeads® S-X3) Cyclohexan/Ethylacetat (50:50, v/v) Toluol Keeper Mini-Kieselgel-Säule Toluol/n-Hexan-Gemisch Rotationsverdampfer Rundkolben Cyclohexan/Essigsäureethylester n-Hexan/Aceton (50:50, v/v) Organochlorpestizide Hexachlorbenzol alpha-HCH beta-HCH Lindan delta-HCH Aldrin Dieldrin Endrin Heptachlor cis-Heptachlorepoxid trans-Heptachlorepoxid cis-Chlordan trans-Chlordan Methoxychlor alpha-Endosulfan
beta-Endosulfan Endosulfansulfat 2,4'-DDD 4,4'-DDD 2,4'-DDE 4,4'-DDE 2,4'-DDT 4,4'-DDT Tetradifon Pyrethroide Cypermethrin cis-Permethrin trans-Permethrin Fenvalerat Deltamethrin Cyfluthrin Cyhalothrin Bromophos-ethyl Bromophos-methyl cis-Chlorfenvinphos trans-Chlorfenvinphos Carbophenothion Chlorpyrifos-ethyl Chlorpyrifos-methyl Diazinon Dichlofenthion Fonophos Dimethoat Parathion-ethyl Parathion-methyl Malathion Propetamphos Fenchlorphos Fenitrothion Tetrachlorvinphos Primiphos-methyl Primiphos-ethyl Pyrethroide Pestizidgehalt Rückstandsmenge Validierung Wiederfindungsrate Wiederholstandardabweichung Varianzkoeffizient Chromatographiesäule Gelchromatograph GPC Autoprep 1002 B ABC Laboratories Columbia USA J2 Scientific AccuPrep MPS Gelsäule Bio Beads SX-3 Säulenlänge
Elutionsmittel Elutionsgeschwindigkeit Injektionsvolumen Dump Collect Wash


Quicklinks GPC Cleanup/SPE:
Übersicht Probenvorbereitung
  GPC AccuPrep MPS
  GPC AccuVap
  AccuVap Verdampfungsmodul
  SPE PrepLinc Plattform
  SPEi Plattform

 

AccuPrep Information Brochure (English) PDF, 1 MB

Technische Daten:
AccuPrep MPS System
Module und Zubehör

Zusätzliche Module für GPC AccuPrep:

Erweiterung der GPC AccuPrep mit
Konzentrator AccuVap
SPE PrepLinc (automatisierte Festphasenextraktionsmodule)

Offizielle Methoden
Probenvorbereitung zur Pestizidanalytik

DFG S 19
nach §35 LMBG
L-00.00-34: “Modulare Multimethode zur Bestimmung von Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmittel” (Erweiterte Neufassung der DFG-Methode S 19)

EN 12393
EN 1528


AOAC Methode No. 984.21
USEPA SW-846 Methode 3640A







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